Die geheimnisvollen Wracks im Zürichsee

Ausstellung:

Samstag, 15. – Sonntag, 13. September 2026

Vernissage:

Für geladenen Gäste

Öffnungszeiten:

Täglich 10 – 19 Uhr

1855 ereignete sich ein Schiffsunglück vor Wollishofen, 1861 eines in Erlenbach, 1877 versank ausserhalb von Wädenswil das Transportschiff des Herrn Schnorf, 1882 sanken nach einem verheerenden Sturm zwei schwer beladene Ledischiffe vor Herrliberg, 1889 und 1894 kenterten Schiffe in Küsnacht, 1914 eines in Richterswil, und 1920 stürzte ein Flugzeug vor Zollikon in den See.
Die Liste der durch Sturm oder Überladung gesunkenen Transportschiffe erstreckt sich von Schmerikon bis Zürich und zählt vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert weit über 100 Stück. Im Jahr 1890 verkehrten 120 Lastsegelschiffe auf dem Zürichsee: Jeden Morgen um 4 Uhr fuhren die Schiffer mit ihren Ladungen bestehend aus Sandsteinen, Kies, Holz etc. los in die umliegenden Dörfer oder nach Zürich.

Die SwissArcheoDivers erforschen und dokumentieren archäologische Funde unter Wasser. Mit modernster Ausrüstung und historischem Fachwissen bewahren sie Geschichte und ermöglichen spannende Einblicke in vergangene Zeiten. In Zusammenarbeit mit der Archäologie des Kantons Zürich, der Stadt Zürich und dem Verein Kulturschüür Männedorf entwickelten sie nun eine Ausstellung zu Schiffsunfällen auf dem Zürichsee.
Vom 15. August bis 13. September 2026 werden in den Räumen der Kulturschüür Männedorf 27 Projekte aus dem Zürichsee gezeigt, die von den Archeodivers intensiv untersucht und ausgewertet wurden. Ein 5 Meter langer Zürichsee mit Tiefenreliefs und Modellwracks, dazugehörige Unglücksberichte, Foto- und Filmaufnahmen sowie geborgene Originalfunde bringen den Besuchenden über 100 Schiffswracks ab 1780 näher. Mittels VR-Brillen können drei dieser Wracks sogar virtuelle «betaucht» werden. Sämtliche Projekte sind mit QR-Codes für weiterführende Informationen versehen. Zudem dürfen sich die Besuchenden über eine eigens angefertigte Wrack-Zeitung freuen.

Für Schulklassen werden von Montag bis Freitag, 10 bis 11.30 Uhr und 14 bis 15.30 Uhr kostenlose Führungen angeboten.