
Ausstellung:
Samstag, 28. März – Sonntag, 12. April 2026
Vernissage:
Samsag, 28. März 17 – 20 Uhr
Öffnungszeiten:
Mittwoch + Freitag 17 – 20 Uhr
Samstag + Sonntag von 14 – 18 Uhr
Finissage:
Sonntag, 12. April 14 – 18 Uhr
Peter Oswald
Vor sechzig Jahren erblickte Osi, mit bürgerlichem Namen Peter Oswald, in Männedorf das Licht der Welt. Seine künstlerische Grundausbildung absolvierte er beim Zürcher Kunstmaler und Grafiker Paul Leber und an der Schule für Gestaltung in Zürich. Schon früh brachte ihn seine Arbeit als Grafiker in den Malsaal des Opernhauses in Zürich. Fasziniert von den grossen Prospekten und dem malerischen Können, bemühte er sich um eine Anstellung im Opernhaus, um das Handwerk zu lernen.
Als freischaffender Theatermaler arbeitete er dann für Filme, Museen und Erlebnisgastronomie im In- und Ausland. Damit verdiente er den Lebensunterhalt, aber die absolute Freiheit fand er vor leeren Leinwänden. Sie waren für ihn das unerforschte Universum des Nichtseins. Ein einziger Pinselstrich genügt, um Sein entstehen zu lassen. Osi’s Bilder sind geprägt von Eindrücken, Begegnungen und mystischen Erfahrungen, die er auf seiner Reise durchs Leben aufgesogen hat. Beim Malen geht es ihm darum, mit möglichst wenig eine realistische Tiefenwirkung zu erzeugen. Er sucht nicht die Perfektion im Detail, sondern im malerischen Ausdruck, in der Einfachheit. Dabei treibt ihn die Faszination von Licht und Schatten ebenso an wie der Prozess mit dem was ist und dem was entstehen will. Denn ist Malerei nicht der Versuch, das Unfassbare sichtbar zu machen? Ein Aufbegehren gegen die Vergänglichkeit, ein stilles Ringen darum, die unendliche Schönheit, die Leichtigkeit des Seins und die geheimnisvolle Tiefe des Lebens zu erfassen?
Mit der Ausstellung in der Kulturschür in Männedorf schließt sich für Osi ein Kreis. Zurück am Ursprung, dort, wo alles begann. Zeit zurückzublicken und eine Auswahl der gesammelten Eindrücke zu präsentieren.



